Sanieren, bevor der Eigenmietwert wegfällt – 3 Gründe, warum sich der Fensterersatz jetzt besonders lohnt

Geld zum Fenster rauswerfen? Nein!

Mehr als eine Million Häuser in der Schweiz gelten als sanierungsbedürftig. Viele davon stammen aus den 1960er- bis 1990er-Jahren und entsprechen energetisch nicht mehr den heutigen Anforderungen. Eine Sanierung dient nicht nur dem Erhalt der Bausubstanz, sondern auch der langfristigen Sicherung des Immobilienwerts.

Mit der geplanten Abschaffung des Eigenmietwerts erhält das Thema zusätzlich eine steuerliche Dimension. Wer eine Renovation plant, sollte den Zeitpunkt genau prüfen, denn steuerliche Abzüge könnten künftig wegfallen.

Sanieren, solange Steuerabzüge möglich sind

Der Eigenmietwert soll nach aktuellem Stand frühestens ab 2028 abgeschafft werden. Damit würden auch viele steuerliche Abzugsmöglichkeiten für werterhaltende Investitionen wegfallen. Voraussichtlich werden nur Sanierungen, die bis spätestens 2028 durchgeführt werden, noch steuerlich geltend gemacht werden können.

Natürlich lohnt sich eine Renovation auch danach. Eine gepflegte und energetisch optimierte Immobilie bleibt langfristig wertstabil und verursacht tiefere Betriebskosten. Dennoch kann es sinnvoll sein, geplante Investitionen vorzuziehen, um von den bestehenden steuerlichen Rahmenbedingungen zu profitieren.

Ein Sanierungsplan hilft dabei, den Überblick zu behalten und Investitionen sinnvoll über mehrere Jahre zu verteilen. Wichtig zu wissen: Der Bund und viele Kantone anerkennen auch erstmalige Massnahmen als Unterhaltskosten, wenn sie den Energieverbrauch reduzieren oder nachhaltige Verbesserungen bringen.

Wo liegt das grösste Sanierungspotenzial?

Das grösste Potenzial liegt bei älteren Gebäuden meist in der energetischen Verbesserung der Gebäudehülle. Sie bestimmt massgeblich, wie viel Energie ein Haus benötigt, um im Winter warm zu bleiben.

Ein entscheidender Bestandteil der Gebäudehülle sind die Fenster. Sind sie veraltet oder schlecht isoliert, entweicht viel Wärme nach draussen.

Der Austausch alter Fenster kann:

  • bis zu 20 % Energiekosten einsparen
  • den Wohnkomfort deutlich verbessern
  • und die Energieeffizienz des gesamten Hauses erhöhen

Wer zusätzlich die Fassade oder das Dach dämmt, kann sogar bis zu 60 % Heizkosten einsparen.

Wenn hingegen eine Immobilie für einen geplanten Verkauf aufgewertet werden soll, stehen oft Küchen- und Badsanierungen im Vordergrund. Sie steigern die wahrgenommene Qualität und den Komfort eines Hauses.

Worauf muss man bei einer Fenstersanierung achten?

Fenster haben eine Lebensdauer von rund 30 Jahren. Entsprechend wird ein Austausch meist nur einmal im Lebenszyklus eines Hauses durchgeführt. Umso wichtiger ist es, auf eine hochwertige Lösung zu setzen. Ein modernes Fenster sollte heute mindestens folgende Anforderungen erfüllen:

  • Dreifachverglasung für eine optimale Wärmedämmung
  • hochwertige Dichtungen und Rahmenkonstruktionen
  • langlebige Materialien und einfache Pflege

Ebenso wichtig ist das Zusammenspiel mit der restlichen Gebäudehülle. Werden neue, sehr dichte Fenster eingebaut, während die Aussenwände schlecht gedämmt sind, kann es zu Wärmebrücken und Feuchtigkeitsproblemen kommen. Im schlimmsten Fall begünstigt dies die Schimmelbildung.

Richtiges Lüften hilft zwar, Feuchtigkeit zu regulieren – es kann jedoch bauliche Mängel nicht vollständig kompensieren. Deshalb ist eine ganzheitliche Betrachtung der Gebäudehülle bei jeder Fenstersanierung entscheidend.

Viele gute Gründe für neue Fenster

Neben der Energieeffizienz sprechen weitere Argumente für moderne Fenster.

Mehr Sicherheit

Moderne Fenster verfügen über ausgeklügelte Sicherheitstechnologien. Verstärkte Beschläge und spezielle Verriegelungssysteme erschweren das Aushebeln des Fensters, eine Methode, die von Einbrechern häufig genutzt wird.

Mehr Komfort

Neue Fenster lassen sich leicht bedienen und sind deutlich pflegeleichter als ältere Modelle. Hochwertige Kunststofffenster sind zudem langlebig und besonders wartungsarm.

Besserer Schallschutz

Je nach Lage einer Liegenschaft – etwa in der Nähe von Strassen, Bahnlinien oder Flughäfen – kann eine verbesserte Schalldämmung entscheidend für die Wohnqualität sein.

Gibt es Fördergelder für neue Fenster?

Direkte Subventionen für den reinen Fensteraustausch gibt es in der Schweiz in der Regel nicht. Fördergelder können jedoch im Rahmen einer Gesamtsanierung beantragt werden, beispielsweise wenn gleichzeitig:

  • die Fassade gedämmt
  • das Dach saniert
  • oder die Heizung ersetzt wird.

Da die Förderprogramme je nach Kanton unterschiedlich sind, lohnt sich ein Blick auf:

Eine gute Grundlage für die Planung bildet ausserdem ein GEAK Plus-Bericht. Dieser zeigt auf, wo die grössten energetischen Verbesserungen möglich sind und welche Fördergelder beantragt werden können.

Fazit: Fenstersanierung jetzt planen

Wenn die Fenster eines Hauses in die Jahre gekommen sind, lohnt sich ein Austausch in vielerlei Hinsicht: geringere Energiekosten, mehr Komfort, bessere Sicherheit und langfristiger Werterhalt der Immobilie.

Wer ohnehin eine Renovation plant, sollte den Zeitpunkt sorgfältig prüfen. Solange der Eigenmietwert noch gilt, können Investitionen in vielen Fällen steuerlich abgezogen werden.

Moderne Kunststofffenster bieten dabei eine besonders attraktive Lösung. Sie verbinden sehr gute Dämmwerte, hohe Sicherheit und vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten – ideal für die energetische Sanierung von Einfamilienhäusern, Mehrfamilienhäusern und Wohnüberbauungen.